Weniger Fleisch als 2011
2011 lag der Fleischverzehr bei 63,8 Kilogramm pro Kopf, 2025 bei 54,9 Kilogramm.
Quelle:BLE Open Data: Versorgungsbilanz Fleisch 2010 bis 2025 (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0)
Pro Kopf · BLE und Destatis 2025
So viele Tiere stecken rechnerisch im Fleisch, das jeder Mensch in Deutschland im Jahr verbraucht. Davon gegessen werden im Schnitt 54,9 Kilogramm Fleisch pro Kopf. Der Rest sind Knochen und andere nicht verzehrte Teile, Verluste, industrielle Verwendung und Heimtiernahrung.
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) unterscheidet zwei Werte. Der Verzehr ist der Teil, der rechnerisch auf das Essen entfällt. Der Verbrauch ist größer: Er enthält auch Knochen und andere nicht verzehrte Teile des Schlachtkörpers, Verluste, die industrielle Verwendung und die Herstellung von Heimtiernahrung.
Quelle:BLE Open Data: Versorgungsbilanz Fleisch 2010 bis 2025 (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0)
Quellen:BLE Open Data: Versorgungsbilanz Fleisch 2010 bis 2025 (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0), BLE, Pressemitteilung vom 7. April 2026: Fleischbilanz 2025
Wie viele Tiere ein Mensch isst, zählt niemand direkt. Man kann es aber auf zwei Wegen ableiten. Der erste ist einfach: alle Tiere, die 2025 in Deutschland gewerblich geschlachtet wurden (bei Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Pferden nur Tiere inländischer Herkunft), geteilt durch die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner.
Der zweite berücksichtigt, dass Deutschland nicht nur für sich selbst produziert. Der Selbstversorgungsgrad zeigt, wie viel im Inland erzeugt wird, gemessen am Verbrauch im Inland. Bei Schweinefleisch liegt er bei 138,6 Prozent: Es wird deutlich mehr erzeugt als verbraucht, der Rest geht in den Export. Bei Enten sind es nur 42,3 Prozent, bei Gänsen 19,9 Prozent, der Großteil kommt also aus dem Ausland. Teilt man die Schlachtzahl durch den Selbstversorgungsgrad, erhält man eine Näherung dafür, wie viele Tiere für den Verbrauch in Deutschland sterben, egal wo.
| Art | geschlachtet in Deutschland | pro Kopf | Selbstversorgungsgrad | pro Kopf, nach Verbrauch |
|---|---|---|---|---|
| Hühner | 660.977.701 | 7,92 | 93,3 % | 8,48 |
| Schweine | 44.016.159 | 0,527 | 138,6 % | 0,38 |
| Truthühner | 27.556.012 | 0,33 | 92,1 % | 0,358 |
| Enten | 8.347.759 | 0,1 | 42,3 % | 0,236 |
| Rinder | 2.772.791 | 0,033 | 96,5 % | 0,034 |
| Schafe | 680.585 | 0,008 | 39,1 % | 0,021 |
| Gänse | 414.898 | 0,005 | 19,9 % | 0,025 |
| Ziegen | 20.961 | 0 | 39,1 % | 0,001 |
| Pferde | 3.499 | 0 | 44,5 % | 0 |
| Zusammen | 744.790.365 | 8,92 | 9,54 |
Pro Kopf: geteilt durch 83,5 Millionen Menschen. Verbrauch: Schlachtzahl geteilt durch den Selbstversorgungsgrad der jeweiligen Fleischart, eine Näherung. Schafe und Ziegen teilen sich einen Selbstversorgungsgrad. Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde: gewerbliche Schlachtungen inländischer Herkunft; Geflügel: alle Schlachtungen in deutschen Geflügelschlachtereien.
Quellen:Destatis, GENESIS 41331-0001: Gewerbliche Schlachtungen 1993 bis 2025, Destatis, GENESIS 41322-0001: Geflügelschlachtereien 2010 bis 2025, BLE Open Data: Versorgungsbilanz Fleisch 2010 bis 2025 (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0), Destatis, Pressemitteilung 203/26: Bevölkerungsstand Ende 2025
Die beiden Wege kommen auf 8,9 und 9,5 Tiere pro Kopf und Jahr. Knapp neun von zehn davon sind Hühner. Bei Schweinen kommt rechnerisch ein Tier auf 1,9 bis 2,6 Menschen im Jahr.
Die Lebenserwartung bei Geburt lag 2025 laut Statistischem Bundesamt bei 83,6 Jahren für Frauen und 79,1 Jahren für Männer. Bleiben die Zahlen so wie heute, kommen über ein Leben rund 750 bis 800 Landtiere zusammen. Das ist eine einfache Hochrechnung, keine Prognose: Wie viel jemand isst, ändert sich im Laufe des Lebens.
Quelle:Destatis, Pressemitteilung 236/26: Lebenserwartung bei Geburt 2025
Den höchsten Wert der Reihe gab es 2011 mit 63,8 Kilogramm pro Kopf. Bis 2022 fiel der Verzehr auf 52,8 Kilogramm. Seitdem steigt er wieder. Geflügel wird heute deutlich mehr gegessen als 2010: 14,7 Kilogramm im Jahr 2025, so viel wie nie zuvor in dieser Reihe. Weil ein Huhn viel weniger Fleisch gibt als ein Schwein, bedeutet jedes zusätzliche Kilogramm Geflügel viele zusätzliche Tiere.
Quelle:BLE Open Data: Versorgungsbilanz Fleisch 2010 bis 2025 (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0)
2025 wurden in Deutschland 252 Eier pro Kopf verbraucht. Nur 72 Prozent davon kamen rechnerisch aus Deutschland. Wie Legehennen leben und was mit ihren Brüdern passiert, steht auf der Seite Küken und Legehennen.
Beim Fisch liegt der Verbrauch nach vorläufigen Zahlen bei 15 Kilogramm (Fanggewicht) pro Kopf. Der Selbstversorgungsgrad beträgt nur 17 Prozent, der Großteil wird also eingeführt. Weil Fisch nur in Tonnen erfasst wird und die Importe aus vielen Arten bestehen, lässt er sich nicht sinnvoll in Tiere pro Kopf umrechnen. Der Fisch-Zähler auf vegan.to zählt etwas anderes: die Fische, die die deutsche Fischerei selbst fängt, plus die deutsche Aquakultur.
Was besser wird
2011 lag der Fleischverzehr bei 63,8 Kilogramm pro Kopf, 2025 bei 54,9 Kilogramm.
Quelle:BLE Open Data: Versorgungsbilanz Fleisch 2010 bis 2025 (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0)
2010 aß ein Mensch in Deutschland im Schnitt 39 Kilogramm Schweinefleisch, 2025 nur noch 28,3 Kilogramm.
Quelle:BLE Open Data: Versorgungsbilanz Fleisch 2010 bis 2025 (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0)
54,9 Kilogramm im Jahr 2025, laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Davon 28,3 kg Schweinefleisch, 14,7 kg Geflügel und 9,7 kg Rind- und Kalbfleisch.
Rund 9,5 Landtiere, davon gut acht Hühner. Das ist eine Näherung: die in Deutschland geschlachteten Tiere, umgerechnet auf den Fleischverbrauch im Inland und geteilt durch 83,5 Millionen Menschen. Fische sind nicht eingerechnet.
Bei den heutigen Zahlen und einer Lebenserwartung von 79,1 bis 83,6 Jahren kommen rund 750 bis 800 Landtiere zusammen. Ohne Fische.
Weniger als vor zehn Jahren, aber seit 2022 wieder mehr. Der höchste Wert seit 2010 lag 2011 bei 63,8 kg pro Kopf, der niedrigste 2022 bei 52,8 kg. 2025 waren es 54,9 kg.