Tierbestand · Destatis

Rund 21 Millionen Schweine stehen in deutschen Ställen.

Dazu kommen über zehn Millionen Rinder (Mai 2026), anderthalb Millionen Schafe (November 2025) und rund 156 Millionen Hühner (zuletzt gezählt am 1. März 2023). Insgesamt werden im Jahr aber viel mehr Tiere geschlachtet, als an einem Tag in den Ställen stehen. Die meisten leben nur Wochen oder Monate.

Wie viele Tiere es gibt

Das Statistische Bundesamt zählt Rinder und Schweine zweimal im Jahr, Schafe einmal. Hühner insgesamt, Masthühner, Puten, Enten, Ziegen und Pferde werden nur bei den Agrarstrukturerhebungen erfasst, die alle paar Jahre stattfinden, zuletzt am 1. März 2023. Legehennen in Betrieben von Unternehmen mit mindestens 3.000 Hennenplätzen zählt Destatis zusätzlich jedes Jahr.

Schweine, Mai 2026
20.950.800
Darunter 8.968.000 Mastschweine, 6.506.400 Ferkel und 1.391.200 Zuchtsauen.
Rinder, Mai 2026
10.352.501
Darunter 3.588.779 Milchkühe und 2.186.866 Kälber bis acht Monate.
Hühner, 1. März 2023
156.300.900
Davon 88.091.700 Masthühner, 55.809.300 Legehennen und 12.399.900 Junghennen.
Pferde und andere Einhufer, 1. März 2023
486.500
In landwirtschaftlichen Betrieben oberhalb der Erfassungsgrenzen, also ohne viele privat gehaltene Pferde.

Mehr geschlachtet als im Stall

Ein Bestand ist eine Momentaufnahme: wie viele Tiere an einem Stichtag leben. Die Schlachtzahl zählt dagegen jedes Tier, das im Laufe eines Jahres stirbt. Bei Tieren, die nur kurz leben, ist sie deshalb ein Vielfaches des Bestands. Ein Mastschwein wird laut Thünen-Institut im Schnitt 106 Tage gemästet (Kennzahl 2023), ein Mastplatz wird so 2,94-mal im Jahr belegt. Bei Masthühnern sind es laut Thünen-Institut sieben bis acht Durchgänge im Jahr.

Bestand und Schlachtungen im Vergleich
ArtBestandgeschlachtet 2025geschlachtet je Tier im Bestand
Schweine21.545.30044.016.1592,04
Masthühner88.091.700640.230.1277,27
Schafe1.524.900680.5850,45
Rinder10.420.2692.772.7910,27

Bestand von Schweinen, Schafen und Rindern im November 2025, von Masthühnern am 1. März 2023, weil Masthühner nur bei den Agrarstrukturerhebungen gezählt werden. Geschlachtet: Rinder, Schweine und Schafe inländischer Herkunft, Masthühner aus deutschen Geflügelschlachtereien, die auch Tiere aus dem Ausland schlachten.

Bei Rindern ist es umgekehrt: Im Jahr wird gut ein Viertel des Bestands geschlachtet, weil viele Rinder, vor allem Milchkühe, mehrere Jahre leben: eine Milchkuh im Schnitt 5,5 Jahre. Mehr dazu auf der Seite Milchkühe und Kälber.

Weniger Tiere, größere Betriebe

Seit 2010 ist der Schweinebestand um ein Fünftel gesunken. Die Zahl der Betriebe mit Schweinen hat sich in derselben Zeit mehr als halbiert. Im Schnitt hält ein Betrieb heute 1.440 Schweine, im Mai 2010 waren es 794.

Bestand im Mai 2010 und im Mai 2026
Mai 2010Mai 2026Veränderung
Schweine26.509.10020.950.800−21 %
Betriebe mit Schweinen33.40014.550−56,4 %
Rinder12.809.49210.352.501−19,2 %
davon Milchkühe4.183.1113.588.779−14,2 %
Haltungen mit Rindern176.369120.271−31,8 %

Wo die Tiere stehen

61 Prozent aller Schweine leben in nur zwei Bundesländern, in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Bei Rindern liegen Bayern und Niedersachsen vorn.

Schweine nach Bundesland, Mai 2026
  1. Niedersachsen6.844.900
  2. Nordrhein-Westfalen5.881.400
  3. Bayern2.400.800
  4. Baden-Württemberg1.240.600
  5. Sachsen-Anhalt1.005.700
  6. Schleswig-Holstein986.700
  7. Thüringen592.200
  8. Mecklenburg-Vorpommern555.500
  9. Brandenburg528.600
  10. Sachsen476.800
  11. Hessen354.100
  12. Rheinland-Pfalz82.400
  13. Saarland1.000

Für Berlin, Bremen und Hamburg weist Destatis keinen Wert aus. Die Länderwerte für Schweine sind auf Hundert gerundet.

Rinder nach Bundesland, Mai 2026
  1. Bayern2.685.976
  2. Niedersachsen2.209.421
  3. Nordrhein-Westfalen1.234.083
  4. Baden-Württemberg869.941
  5. Schleswig-Holstein867.094
  6. Mecklenburg-Vorpommern447.643
  7. Sachsen412.910
  8. Brandenburg412.175
  9. Hessen368.810
  10. Rheinland-Pfalz274.949
  11. Thüringen260.120
  12. Sachsen-Anhalt258.589
  13. Saarland37.371
  14. Bremen7.606
  15. Hamburg5.124
  16. Berlin689

So wird gezählt

  • Rinder: Stichmonate Mai und November. Schweine: ebenfalls Mai und November. Schafe: November.
  • Hühner insgesamt, Masthühner, Puten, Enten, Ziegen und Pferde: nur in den Agrarstrukturerhebungen, zuletzt am 1. März 2023. Für Gänse hat Destatis dort keinen Wert veröffentlicht. Legehennen in Betrieben von Unternehmen mit mindestens 3.000 Hennenplätzen zählt Destatis zusätzlich jedes Jahr.
  • Rinder werden vollständig aus HI-Tier ausgewertet, dem zentralen Herkunftsregister für Rinder. Schweine und Schafe werden in Betrieben ab 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen beziehungsweise ab 20 Schafen per Stichprobe erhoben und hochgerechnet. Die Agrarstrukturerhebung erfasst nur Betriebe oberhalb bestimmter Mindestgrößen. Kleine private Haltungen, etwa ein paar Hühner im Garten, fallen nicht darunter.

Was besser wird

Lichtblicke

Kurz beantwortet

Wie viele Schweine gibt es in Deutschland?

Im Mai 2026 waren es 20.950.800 Schweine, laut Statistischem Bundesamt, darunter 8.968.000 Mastschweine, 6.506.400 Ferkel und 1.391.200 Zuchtsauen. Im Mai 2010 waren es noch 26.509.100.

Wie viele Kühe gibt es in Deutschland?

Im Mai 2026 lebten 10.352.501 Rinder in Deutschland, darunter 3.588.779 Milchkühe.

Wie viele Hühner gibt es in Deutschland?

Bei der Agrarstrukturerhebung am 1. März 2023 waren es 156.300.900 Hühner, davon 88.091.700 Masthühner und 55.809.300 Legehennen. Hühner werden nur bei den Agrarstrukturerhebungen alle paar Jahre gezählt, 2023 ist der jüngste Stand. Legehennen in Betrieben von Unternehmen mit mindestens 3.000 Hennenplätzen zählt Destatis zusätzlich jedes Jahr.

Wie viele Ziegen gibt es in Deutschland?

162.600 Ziegen in landwirtschaftlichen Betrieben, Stand 1. März 2023, laut Agrarstrukturerhebung.

Warum werden mehr Schweine geschlachtet, als es in Deutschland gibt?

Weil ein Mastschwein nur kurz lebt. Die Mast dauert gut drei Monate, davor sind die Tiere schon rund drei Monate alt; geschlachtet werden sie mit etwa sechs bis sieben Monaten. Ein Mastplatz wird so fast dreimal im Jahr neu belegt. Der Bestand ist eine Momentaufnahme an einem Stichtag, die Schlachtzahl zählt das ganze Jahr. 2025 wurden 44.016.159 Schweine geschlachtet, im November 2025 standen 21.545.300 in den Ställen.